Goethes religiöse Auseinanderetzung im Dialog mit dem persischen Dichter Hafis




„Und so gleich ich dir vollkommen“
  
Goethes religiöse Auseinandersetzung im Dialog mit dem persischen Dichter Hafis
              
Von Yusuf Rieger


Inhaltsverzeichnis



Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit Goethes Verhältnis zum persischen Dichter Hafis und dessen Auseinandersetzung mit dem islamischen Glauben und der islamischen Mystik seiner Zeit. Im Vordergrund steht dabei die Textanalyse ausgewählter Gedichte aus dem „Buch Hafis“[1],dem zweiten Abschnitt, aus dem West-östlichen Divan. Es soll diesbezüglich erörtert werden, inwiefern Goethe in dem persischen Dichter, einen Gleichgesinnten, im Hinblick auf Hafis religiöse Auseinandersetzung mit der Religion erkannte. Es stellt sich die Frage, welches Verstehen dem Vers: „Und so gleich ich dir vollkommen“[2] zugrunde liegt.
Dazu werden exemplarisch zwei Gedichte aus dem „Buch Hafis“ unter Berücksichtigung der oben genannten Fragestellung analysiert.

Zuerst sollen jedoch die historischen und zeitgeschichtlichen Umstände betrachtet werden, die Goethe dazu veranlasst haben, sich dem Orient und in Folge dessen, dem persischen Dichter Hafis zu widmen. Auch die persönlichen Neigungen Goethes und sein umfassendes Interesse für die Kultur und Religion fremder Völker sollen hierbei am Rande untersucht werden. Zu untersuchen ist auch, warum Goethe sich in seiner Auseinandersetzung mit der orientalischen Poesie, ausgerechnet dem persischen Dichter Hafis zugewandt hat und welche Rolle die Übersetzung des Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall dabei gespielt hat.[3]


1.1 Das politische Jahr 1814 und Goethes persönliche Lage


1814 war nach jahrzehntelangem Krieg Waffenruhe in Europa eingekehrt. Ein langanhaltender Frieden war jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht zu erwarten. Goethe hat sich in dieser Zeit vom politischen Geschehen bewusst zurückgehalten. Er äußert sich dazu in den Tag und Jahres-Heften 1813:
„>>Wie sich in der politischen Welt irgend ein ungeheures Bedrohliches hervorthat, so warf ich mich eigensinnig auf das Entfernteste<<“[4]
Goethe sehnte sich in Folge der politischen Umwälzungen, privaten Schicksalsschlägen, wie dem Tod Schillers (1805) und dem Verlust einer Führungsrolle in der deutschen Literatur, nach einer Neuorientierung.
„Gleichzeitig machte sich für Goethe das Bedürfnis nach einer Neuorientierung immer stärker geltend, zumal mit der Völkerschlacht bei Leipzig (16.-19.10.1813) die Napoleonische Ordnung Europas zusammengebrochen war; faktisch sollte die folgende Konsolidierungsperiode bis zur Julirevolution 1830, also bis kurz vor Abschluß des Faust II, Dauer haben – doch das konnte keiner der Zeitgenossen voraussehen.“[5]
Auch seine literarischen und wissenschaftlichen Arbeiten fanden in der Öffentlichkeit nicht den erwünschten Anklang.
„Es ist wohl kein Zufall, daß der >Keimentschluß< zu diesem lyrischen Alterswerk in einer Arbeitsphase Goethes gefaßt wurde, da er intensiv mit der Vorbereitung einer neuen Werkausgabe beschäftigt war, die durch zwei Gedichtbände eröffnet werde sollte. [...]. Seit dem Erscheinen der Farbenlehre (1810) war keine größere Dichtung mehr in Angriff genommen worden, die Arbeit an den Wanderjahren ruhte seit Herbst 1812 gänzlich. Statt dessen waren 1811-1813 die ersten 3 Bände von Dichtung und Wahrheit erschienen, und ab Dezember 1813 – gleichzeitig mit der Redaktion der Gedichte für Band 1 und 2 der Werke – arbeitete Goethe am ersten Band der Italienischen Reise.“[6]



In dieser Zeit hat Goethe Einblick in die Gesamtübersetzung des Divans von Hāfez, einem persischen Lyriker des 14. Jahrhundert, in der Übersetzung von Joseph Freiherr von Hammer-Purgstall (1774-1856), einem österreichischen Diplomaten und Orientalisten, welche zwischen 1812-1813 in zwei Bänden erschienen war. Sein Verleger Johann Friedrich Cotta hatte ihm die erste deutsche Gesamtübersetzung des Diwan von Hāfez („oder wie Goethe mit Hammer schrieb: Hafis“[7]) im Mai 1814 geschenkt. Goethe inspirierte die Lektüre zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Dichter, der persischen Kultur und Dichtung. Goethe schreibt darüber im Nachlass des West-östlichen Divans:
„Längst war ich auf Hafis und dessen Gedichte aufmerksam, aber was mir auch Literatur, Reisebeschreibung, Zeitblatt und sonst zu Gesicht brachte, gab mir keinen Begriff, keine Anschauung von dem Werth, von dem Verdienste dieses außerordentlichen Mannes. Endlich aber, als mir, im Frühling 1813, die vollständige Uebersetzung aller seiner Werke zukam, ergriff ich mit besonderer Vorliebe sein inneres Wesen und suchte mich durch eigene Production mit ihm in Verhältniß zu setzten.“[8]

Goethes Bild von Hafis ist demnach maßgeblich von der „- an sich wenig inspirierter – Gesamtübersetzung“[9] des Orientalisten Hammer-Purgstall beeinflusst.[10]

 

 2. Mohammed Schemsed-din Hafis

2.1 Biographie des persischen Dichters Hafis


Mohammed Schemsed-din Hafis war ein bekannter Dichter und Mystiker, der im 14 Jahrhundert in der persischen Stadt Schiras gelebt hat.
„Als Derwisch, Sofi, Scheich lehrte er in seinem Geburtsorte Schiras, auf welchen er sich beschränkte, [...]. Er beschäftigte sich mit theologischen und grammatikalischen Arbeiten, und versammelte eine große Anzahl Schüler um sich her.“[11]

Schon in jungen Jahren hatte der Dichter den Koran, die Heilige Schrift der Muslime, auswendig gelernt und wurde nach islamischer Tradition, „Hāfez“[12] genannt. Sein bekanntestes Werk ist der Diwan, welcher über hundert Ghaselen beinhaltet, eine lyrische Dichtform, die in der vorislamischen Zeit auf der arabischen Halbinsel entstanden war. Hafis war ein Sufi, ein Mystiker des Islams, jedoch gehörte er keinem Sufiorden[13] an. In seiner Jugendzeit neigt Hafis noch, nach Einschätzung von Mahmood Falaki, zur sufistischen Glaubensrichtung[14].  Er versuchte auf dem asketischen Weg, die Gottesliebe zu erreichen und sich mit dem göttlichen Ursprung zu vereinigen. Der Wein, der in der mystischen Welt als Anspielung auf die Schöpfung des Menschen auftaucht, ist bei Hafis zu dieser Zeit metaphorisch zu verstehen. Betrunken ist der Mystiker demnach, wenn er sein Ich vergisst und sich mit dem göttlichen Urgrund verbindet.
Mahmood Falaki schreibt dazu: „In dieser Entwicklungsphase stehen Gottesliebe und Weingenuss mit mystischer Bedeutung im Einklang.“[15]
In einer späteren Phase distanziert sich Hafis jedoch vom Sufismus, erkennt in ihm Heuchelei und nur scheinbare Frömmigkeit, wendet sich ab, verbrennt sogar das Wollgewand der Sufis, das Symbol der Zugehörigkeit. Hafis ist enttäuscht vom Machtbestreben der Sufis und empfindet ihre asketische Haltung als „Gotteslästerung und Geschwätz“.[16] Er wird nun ein Aref Mystiker[17], ein „wahrer“ Mystiker, der sich von den Sufis abgrenzen will. Er will nun nicht mehr durch Askese den göttlichen Ursprung erreichen, sondern die irdischen Freuden genießen, sogar der Weingenuss ist in diesem Zusammenhang nun erlaubt und Hafis dichtet lobpreisend über weltliche Dinge.
Schöner als Lebenslust und Unterhaltung und Garten und
Frühling, was kann das sein?
Wo ist die Schenke? Warum müssen wir warten?2 [18]

Nach Falaki kann in diesen Versen eine symbolische Bedeutung des Weins ausgeschlossen werden, da sich der Mystiker in Geduld üben muss, um die Einheit mit Gott zu erlangen und den Wein demnach nicht in Eile trinken würde.[19]

2.2 Goethes und Hafis religiöse Entwicklung


In Hafis Dichtung finden sich widersprüchliche Standpunkte, Paradoxien, gegensätzliche Auffassungen, welche durch die mystische Sprache, die alphabetische Ordnung des Diwans und die mangelhaften Kenntnisse über Hafis Leben, nicht aufzulösen sind. Dennoch ist nach Mahmood Falaki, eine Wandlung in Hafis Weltsicht zu erkennen, die sich in seiner Auseinandersetzung mit der Orthodoxie und den Sufis zeigt und ihn später, in Folge dessen, zu einem unbedingten Willen drängt, ein ungebundener Freigeist, ein „wahrer“ Mystiker, ein Āref zu werden.[20] In der Entwicklung seiner religiösen Weltanschauung zeigen sich Ähnlichkeiten zu Goethes religiöser Entwicklung. Goethe hatte sich  im Verlauf seines Lebens mit dem protestantischen Christentum, das ihm in seinem Elternhaus begegnet war und später mit der Variante des pietistischen Christentums, auseinandergesetzt, sich jedoch im Verlauf seines Lebens entschieden, eine eigene Religiosität und Weltanschauung zu entwickeln. So schreibt er in Dichtung und Wahrheit Buch 15: „[...] da mir meine Neigung zu den heiligen Schriften so wie zu dem Stifter und den früheren Bekennern nicht geraubt werden konnte, so bildete ich mir ein Christenthum zu meinem Privatgebrauch, und suchte dieses durch fleißiges Studium der Geschichte, und durch genaue Bemerkung derjenigen, die sich zu meinem Sinne hingeneigt hatte, zu begründen und aufzubauen.“[21]

2.3 Goethes Hafis Bild und die Übersetzung von Hammer-Purgstall


Goethe war sowohl inhaltlich als auch äußerlich fasziniert von Hafis Dichtkunst und sah trotz der Jahrhunderte, welche die beiden Dichter trennte, in Hafis einen „Gleichgesinnten“[22], der wie er, trotz Kritik an seinem heiligen Buch, dem Koran festhielt, sich jedoch nicht den orthodoxen und frömmlerischen Interpretationen des heiligen Buches unterordnen wollte, sondern bemüht war, sich im Verlauf seines Lebens eine eigene Interpretation und Sichtweise anzueignen.
Dass sich Goethe, trotz umfassender Lektüre orientalischer und persischer Dichter und Denker, zum Dialog mit Hafis entschieden hat und dem Dichter sogar einen Abschnitt in seinem West-östlichen Divan gewidmet hat, liegt womöglich auch an dem Hafis-Bild, dass sich in Hammers Übersetzung wiederfindet. Hammer zeichnet darin ein Bild von Hafis, welches Goethe eigenem Denken entgegenkommt, wobei die mystische Bedeutung wenig bedacht wurde.
Mahmood Falaki[23] äußert sich in seinem Werk „Goethe und Hafis“ zu der Rolle, welche die Übersetzung von Hammer-Purgstall für die Auseinandersetzung Goethes mit dem persischen Dichter gehabt hat.
„Hammer hat nicht nur mit seiner Vorrede über Hafis, sondern auch mit seiner Übersetzung ein Bild von Hafis gezeichnet, das Goethes eigenem Denken entgegenkommt. Die tiefere mystische Bedeutung aber hat Hammer in vielerlei Hinsicht entweder völlig außer Acht gelassen oder in einer Weise übersetzt, dass aus einem mystischen Gedicht ein irdisches wurde.“[24]

Falaki zieht daraus folgende Schlussfolgerung:
„Goethe hat sich nach Hammers Charakteristik ein Bild von Hafis gemacht, einem Hafis, dessen Dichtung ‚wenig mystisch‘2 ist. Dies deutet Goethe mit der oxymorontischen Wendung im Gedicht Offenbar Geheimnis an.3 In diesem Gedicht lehnt Goethe die allegorische Bedeutung des irdischen Genusses in Hafis’ Dichtung ab.“[25] 
Falaki sieht einen entscheidenden Punkt für Goethes Hafis-Bild als einen „Gleichgesinnten“, in der Übersetzung von Hammer Purgstall, die zugunsten einer irdischen Auslegung der Hafis Verse ausfällt.
„Goethe beschreibt sich als jemand, der ‚ein sehr irdischer Mensch‘ sei.5 Ebenso wie er in seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten die Welt zu erkennen versuchte,6 und auf der Suche nach etwas Neuem war, um sich zu verjüngern (was er ‚wiederholte Pubertät‘ nannte), so versuchte er neue Menschen mit neuen Ideen, die den seinen ähnelten, zu finden. [...], so sieht er jetzt in Hafis einen Sänger des Weins und der Liebe, dem, nach Hamer’scher Exegese, ‚Liebe und Wein, Mädchen und Knaben hienieden seyen mehr Werth als alle Huris und Quellen des Paradieses dort oben.‘7[26] (Goethe Hafis 205)

Es gilt somit im Folgenden zu untersuchen, ob dem Vers: „Und so gleich ich dir vollkommen“ aus dem Gedicht „Beyname“, ein Missverständnis vorausgegangen sein könnte, wie es Mahmood Falaki behauptet, während Biographen wie Katharina Mommsen keinen Hinweis auf ein Missverständnis geben und sich ganz zugunsten der „Gleichgesinnung“  der beiden Dichter aussprechen.

3. Gedichtanalyse

 3.1 Beyname


Dichter
Mohammed Schemseddin sage,
Warum hat dein Volk, das hehre,
Hafis dich genannt?

Hafis
Ich ehre,
Ich erwidere deine Frage,
Weil, in glücklichem Gedächtniß,
Des Corans geweiht Vermächtniß
Unverändert ich verwahre,
Und damit so fromm gebahre
Das gemeinen Tages Schlechtniß
Weder mich noch die berühret
Die Prophetenwort und Saamen
Schätzen wie es sich gebühret,
Darum gab man mir den Namen

Diese Verse finden sich zu Beginn des West-östlichen Divans im „Buch Hafis“ im Gedicht „Beyname“. Das Gedicht ist am 26 Juni 1814 entstanden und war somit eines der ersten Gedichte aus dem West-östlichen Divan. Das Versmaß ist ein durchgängiger vierhebiger Trochäus, welcher auch in anderen Werken Goethes verwendet wird, zum Beispiel in Goethes „Zauberlehrling“. Das Gedicht variiert in seiner Strophenlänge als auch in seinem Reimschema, wobei Formansätze zur klassischen Ballade zu erkennen sind. Kennzeichnend ist der Dialogcharakter des Gedichts, welcher später im „Buch Suleika“ fortgeführt wird.
Goethe schreibt einleitend über das „Buch Hafis“ im West-östlichen Divan:
„Hierauf folgt Hafisname, das Buch Hafis, der Characterisierung, Schätzung, Verehrung dieses außerordentlichen Mannes gewidmet. Auch wird das Verhältniß ausgesprochen, in welchem sich der Deutsche zu dem Perser fühlt, zu welchem er sich leidenschaftlich hingezogen äußert, und ihn der Nacheiferung unerreichbar darstellt.“[27]

In den ersten 3 Versen fragt der Dichter nach dem Namen seines Dialogpartners und dessen Bedeutung. Daraufhin antwortet Hafis: „Weil in glücklichem Gedächtniß, / Des Corans geweiht Vermächtniß / Unverändert ich verwahre, / [...]“[28]. Hafis bezieht sich auf den Koran, das heilige Buch der Muslime, welches vom Propheten Mohammed von Gott übermittelt wurde. Das Wort „Vermächtniß“ ist demnach als ein geistig-religiöses Erbe zu verstehen. Das Wort fromm muss hier noch im Gegensatz  zu „Offenbar Geheimniß“[29] in seiner ursprünglichen Bedeutung als „>>erfurchtsvoll gegen Gott<<“[30] verstanden werden, wie es für einen Korangelehrten seiner Zeit üblich war. Die Metapher „Prophetenwort und Samen“[31] als Übermittler der prophetischen Lehre, die es zu erhalten gilt, um sich vor „gemeinen Tages Schlechtniß“[32] zu schützen.
Als Hafiz bezeichnet man im Allgemeinen einen Muslim, welcher den gesamten Koran auswendig gelernt hat. So ist auch die Äußerung des Hafis zu verstehen. „Weil, in glücklichem Gedächtniß, Des Corans geweiht Vermächtniß / Unverändert ich verwahre, / [...]“[33]
Goethe betont in den Noten und Abhandlungen des West-östlichen Divans, welcher Zusammenhang zwischen der Kenntnis der heiligen Schrift und dem Werk des Dichters besteht.
„[...]; der wird zugleich gestehen daß für solche Männer eine große Bildung daraus erwachsen mußte, weil das Gedächtniß, immer mit würdigen Gegenständen beschäftigt, dem Gefühl, dem Urtheil reinen Stoff zu Genuß und Behandlung aufbewahrte. [...]. Das was nun bey uns Christen aus natürlicher Anlage und gutem Willen entsprang, war bey den Mahometanern Pflicht: denn indem es einem solchen Glaubensgenossen zum größten Verdienst gereichte Abschriften des Korans selbst zu vervielfältigen oder vervielfältigen zu  lassen, so war es kein geringeres denselben auswendig zu lernen, um bey jedem Anlaß die gehörigen Stellen anführen, Erbauung befördern, Streitigkeit schlichten zu können. Man benannte solche Personen mit dem Ehrentitel Hafis, und dieser ist unserm Dichter als bezeichnender Hauptname geblieben.“[34]

Und auch Hafis war sich bewusst, welche Auswirkungen das heilige Buch auf sein Schaffen gehabt hat. So schreibt er in einem Ghasel aus seinem Diwan, im Abschnitt „Mim“:
„[...] / Durch den Koran hab’ ich alles / Was mir je gelang gemacht. //“[35]


Dichter
Hafis drum, so will mir scheinen,
Möcht`ich dir nicht gerne weichen:
Denn wenn wir wie andre meynen,
Werden wir den andern gleichen.
Und so gleich ich dir vollkommen
Der ich unser heil´gen Bücher
Herlich Bild an mich genommen,
Wie auf jenes Tuch der Tücher
Sich des Herren Bildniß drückte,
Mich in stiller Brust erquickte,
Trotz Verneinung, Hindrung, Raubens,
Mit dem heitern Bild des Glaubens.[36]

Der Dichter begrüßt Hafis im zweiten Teil des Gedichts durch einen Vergleich als einen Gleichgesinnten und Ebenbürtigen.  „[...] / Und so gleich ich dir vollkommen / [...]“[37]. Einer, der das heilige Buch, in diesem Fall den Koran, verehrt und hochschätzt, wie Goethe die Bibel bzw. das alte und das Neue Testament ebenfalls ehrt und hochschätzt und dessen Bilder und Herrlichkeiten einen tiefen Einfluss auf sein Leben und Werk haben. „[...] / Der ich unsrer heil’gen Bücher / Herrlich Bild an mich genommen, / [...]“[38]

Der Vergleich („[...] / Wie auf jenes Tuch der Tücher / Sich des Herren Bildniß drückte / [...]“[39]) steigerte durch die Hyperbel „Tuch der Tücher“ die Intensität der innigen Gefühlswelt des Dichters, die er in der Verehrung des heiligen Buches erfährt. Gemeint ist hier wohl das Tuch der heiligen Veronika, welche nach christlicher Legende das Tuch Jesus von Nazaret überreichte um Schweiß und Blut wegzuwischen, worauf dessen sich sein Bild darin eingeprägt hatte. Danach heißt es weiter: „Trotz Verneinung, Hindrung, Raubens, / Mit dem heitern Bild des Glaubens.“[40]
Die Klimax: „Trotz Verneinung, Hindrung, Raubens“[41] deutet auf die Gegenkräfte hin, welche den Dichter davon abhalten und blockieren könnten, das heitere Bild des Glaubens  zu bewahren.
In Zeiten der Bibelkritik und der kritischen Theologie ist die Hochachtung der heiligen Schrift keine Selbstverständlichkeit. Auch wenn Goethe an der aufklärerischen Bibelkritik Anteil nahm, schreibt er in Dichtung und Wahrheit:
„denn fast ihr allein war ich meine sittliche Bildung schuldig, und die Begebenheiten, die Lehren, die Symbole, die Gleichnisse, alles hatte sich tief bei mir eingedrückt und war auf eine oder die andere Weise wirksam gewesen. Mir mißfielen daher die ungerechten, spöttlichen und verdrehenden Angriffe<<“[42]

„Gleichgesinnt“[43] sind der Dichter und Hafis demnach in zweierlei Hinsicht. Zum einen in der Hochachtung des eigenen Glaubens, zum anderen in der Kritik gegen die Orthodoxie und im Kampf gegen Widerstände und Fehlinterpretationen.
Goethe beschreibt Hafis im Gedicht „Beyname“ als einen Dichter, welcher den Koran in seiner ursprünglichen Form bewahrt. Dennoch interpretiert Hafis den Koran auf seine eigene Art und Weise. Er grenzt sich wie im Kapitel „Hafis Biographie“ erwähnt, sowohl von den Sufis seiner Zeit ab, denen er einst angehört hatte, als auch von den orthodoxen Geistlichen, den „Wortgelehrten“[44]. Der Sufi sucht auf dem asketischen Weg die Gottesliebe zu erreichen, während der orthodoxe Geistliche, durch die strikte Einhaltung der Gesetzte, seiner Pflicht, Gott zu dienen, nachkommt. Goethe erkennt in Hafis Biographie Parallelen zu seiner eigenen religiösen Entwicklung. Er sieht in Hafis einen „Gleichgesinnten“, der wie Goethe die Orthodoxie, im Fall des deutschen Dichters die herrschende Kirche kritisiert und auf der Suche nach dem Ursprung der Religion war. Goethe kritisiert dabei die Abwendung von ursprünglicher Einfachheit und Reinheit, die zunehmende Komplexität und Umständlichkeit und verteidigt die poetische Freiheit und Toleranz gegen die religiöse Rechtgläubigkeit.
Er hebt dagegen das gesprochene Wort, das Auswendig-Lernen hervor, durch das sowohl Hafis, als auch Goethe das heilige Bild des Glaubens bewahren konnten. Dies erinnert an einen Vers aus dem Gedicht Hegire zu Beginn des West-östlichen Divans: „[...] / Wie das Wort so wichtig dort war, / Weil es ein gesprochen Wort war. //“[45] Für Goethe steht die praktische Anwendung der Religion im Vordergrund.
Der Glaube stellt für den Dichter ein heitereres, kein tristes Bild da und führt zu einer lebensbejahenden Weltsicht und nicht zu asketischer Weltabgewandtheit. Goethe betont diesen Aspekt im West-östlichen Divan, indem er die düstere Welt des Alten Testaments anzweifelt und feststellt:
„Sollte eine natürliche, allgemeine Religion entspringen, und sich eine besondere, geoffenbarte daraus entwickeln, so waren die Länder, in denen bisher unsere Einbildungskraft verweilt, die Lebensweise, die Menschenart wohl am geschicktesten dazu; wenigstens finden wir nicht, daß in der ganzen Welt sich etwas ähnlich Günstiges und Heitres hervorgetan hätte.[46]

Und auch Hafis bekennt sich im Verlauf seines Lebens zu einer lebensbejahenden Weltsicht, will sich den sinnlichen Genüssen nicht länger entsagen und strebt den Rang eines Āref Mystikers[47] an. Er muss sich von dort an gegen die Kritik orthodoxer und frommer Muslime zur Wehr setzen, denen die sinnlichen Gegenstände seiner Poesie aus unterschiedlichen Perspektiven, missfielen. Beide Dichter eint in ihrer späteren Dichtung der Froh und Leichtsinn, wenn sie über religiöse Inhalte dichten, ihr Religionsverständnis führt nicht zu Weltabgewandtheit und Weltverneinung, sondern im Gegenteil zu Heiterkeit und Frohsinn. „[...] / Mit dem heitern Bild des Glaubens.“ Goethe verteidigt diese Heiterkeit der Dichter gegen die Kritik der Orthodoxie.
Mahmood Falaki schreibt in Bezug auf Goethes Gottesverehrung:
„Seine Art, Gott zu verehren, war die ursprüngliche „natürliche“ Religion, die er mit dem heiteren „Bild des Glaubens“ vergleicht. In dem Sinne vergleicht er auch das Auswendig-Lernen des Koran durch Hafis mit seinem Glauben, den er aus seinen „heiligen Büchern“ (dem Neuen und Alten Testament) als ein „herrliches Bild“ an sich „genommen“ habe.“[48]

3.2 Offenbar Geheimnis


In einem weiteren Gedicht im „Buch Hafis“, welches den Titel „Offenbar Geheimnis trägt“, verteidigt der Dichter seinen Dialogpartner  und nimmt Hafis ausdrücklich in Schutz vor seinen Kritikern, wobei er indirekt wohl auch sich selbst zu verteidigen weis.

Offenbar Geheimnis
Sie haben dich heiliger Hafis
die mystische Zunge genannt,
Und haben, die Wortgelehrten,
Den Werth des Worts nicht erkannt.

Mystisch heißest du ihnen,
Weil sie närrisches bey dir denken,
Und ihren unlautern Wein
In deinem Namen verschenken.  

Du aber bist mystisch rein
Weil sie dich nicht verstehn,
Der du, ohne fromm zu sein, selig bist!
Das wollen sie dir nicht zugestehn.[49]

Das Gedicht „Offenbar Geheimnis“ aus dem „Buch Hafis“ ist am 10 Dezember 1814 in Jena entstanden. Es umfasst 3 Strophen, mit jeweils 4 Versen. Ein halber Kreuzreim, ein stetiger Wechsel der Kadenzen und der Wechsel in der Verwendung zwischen jambischem und daktylischem Metrum fallen auf Formebene auf.
Der erste Vers, „Mystisch heißest du ihnen“ / [...]“[50] bezieht sich auf den Kontext,  dem das Wirken von Hafis zugrunde liegt.  Die Metapher „mystische Zunge“, so steht es in der freien Übersetzung von Hammer-Purgstall[51], bezeichnet einen arabischen Beiname des Hafis und bedeutet soviel wie „>Zunge des Verborgenen, Unsichtbaren; speziell: des Übernatürlichen, des göttlichen Geheimnisses<.“[52] Die Wortgelehrten jener Zeit, also die Philologen bzw. islamischen Hafis-Ausleger, nutzten diesen Begriff, um Hafis Gedichte als unlogisch und unsinnig zu entlarven. „[...] / Mystisch heißest du ihnen / Weil sie närrisches bey dir denken, / Und ihren unlautern Wein / In deinem Namen verschenken.“[53]
Nach Meinung von Hammer-Purgstall beziehen sich diese Verse auf Hafis Auslegung der Gelehrten seiner, die Hafis sinnliche Bilder von Wein und Wollust als übersinnliche Allegorien und seine Sprache zu einer mystischen erklärten, um ihre Orthodoxie zu bewahren. „[U]nlautern Wein“ dient in diesem Zusammenhang als Metapher für die „>unlauteren< Lehren der Koranlehrer“[54].
Goethe nimmt Hafis zu Beginn der dritten Strophe in Schutz vor seinen Kritikern, indem er dem Adjektiv mystisch ein weiteres Adjektiv ohne Komma beisetzt, das Adjektiv „rein“[55]. „Du aber bist mystisch rein / Weil sie dich nicht verstehn / [...]“[56] und ihm trotz fehlender Frömmigkeit, die eine Haupteigenschaft der orthodoxen Religionsanhänger darstellt, Seligkeit
zuspricht. „[...] / Der du, ohne fromm zu sein, selig bist! / Das wollen sie dir nicht zugestehn. //“[57]
Goethes kritische Haltung gegenüber der Mystik, die sich in seiner Kritik gegenüber dem Indischen Mystizismus und der Haltung gegenüber der begrifflichen Verwendung in der Romantik zeigt, scheint hier doch dem Begriff etwas Positives abzuerkennen, als „einer Vereinigung mit Gott schon in diesem Leben“[58]
„Alle Mystik ist ein Transscendiren und ein Ablösen von irgend einem Gegenstande, den man hinter sich zu lassen glaubt. Je größer und bedeutender dasjenige war, dem man absagt, desto reicher sind die Producionen des Mystikers. Die orientalische Poesie hat deßwegen den großen Vorzug, daß der Reichtum der Welt den der Adepte wegweist, ihm noch jederzeit zu Gebote steht. Er befindet sich also noch immer mitten in der Fülle, die er verläßt und schwelgt in dem was er gern los seyn möchte.“ (1018)

 

4. Fazit

Für Goethe bleibt jeder Gegenstand der Dichtung irdisch, weist aber zugleich auf ein Allgemeines, Symbolisches hin. Das Gedicht thematisiert einen Konflikt, dem sich auch Goethe des Öfteren widmete. Dem Konflikt zwischen Kunst und Religion bzw. zwischen Kunst und Strenggläubigkeit. Goethe bekennt sich hierin eindeutig zur Kunst, die von der Orthodoxie zwar unverstanden bleibt, sich jedoch tiefer und reiner auszudrücken vermag.
In Hafis Dichtung erkennt er, beeinflusst durch Hammers Hafis Charakteristik und seine Übersetzung, einen Gleichgesinnten. Er lehnt die allegorische Deutung des irdischen Genusses in Hafis Dichtung in Folge dessen ab und erkennt einen Hafis, der Parallelen zu griechischen, lateinischen Dichtkunst besitzt und ihm, Goethe, ähnelt.
Dem Vers, „Und so gleich ich dir vollkommen / [...]“[59] geht somit womöglich, wie Falaki es vermutet, ein Missverständnis voraus, welches durch die Übersetzung und die zeitlichen Umstände zustande gekommen war, die Hafis und Goethe trennten. Es ist jedoch unklar, ob Goethe sich dessen nicht bewusst war, da er im Gegensatz zu Hammer-Purgstall über die Mystik und die mystischen Begriffe bestens informiert war. Die Bewunderung, die Goethe Hafis entgegenbringt, ist unumstritten.
Katharina Mommsen äußert sich zum Hafis Interesse Goethes im Kapitel „Goethes Bild vom Orient, besonders von Persien“ in ihrem Werk „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen. Goethe und die Weltkulturen“, wie folgt dazu:
„Derjenige Dichter, der Goethe auf religiösem Gebiet am meisten verwandt mit ihm selber erschien, war Hafis. Auch Hafis war von Gott >>befeuert<<. Aber – so jedenfalls faßt Goethe es auf – er behielt sich doch eine beträchtliche Freisinnigkeit des Denkens vor. In diesem Zusammenhang preist Goethe die >>skeptische Beweglichkeit<< des persischen Dichters; und es ist keine Frage, daß er hiermit wieder einmal insgeheim auf sich selber hinweist.“[60]( Katharina Mommsen Orient Okzident 60)

Mohammed Falaki schreibt in seinem Wertk „Hafis und Goethe“ über Hafis religiöse Auffassung: „Hafis als Mystiker interpretiert den Koran in seiner Weise. [...]. Hafis versucht seine Auffassung von der Schöpfungsgeschichte und der Liebe Gottes damit zu rechtfertigen, dass ein jeder „nach Maßgabe seiner Fassungskraft, eine Vermutung“ über das Geheimnis der Liebe zwischen Gott und dem Menschen habe.“[61] Falaki bezieht sich auf einen Abschnitt in den Ghaselen des Hafis, in denen der persische Dichter erklärt:
„Auf dem Weg der Liebe gibt es niemand, der wahrhaft vertraut wäre mit ihrem Geheimnis; jeder hat, nach Maßgabe seiner Fassungskraft, eine Vermutung.2[62] Diese Verse von Hafis erinnern an Goethes Vergleich: „Was der Mensch als Gott verehrt, ist sein eigenstes Innere herausgekehrt“, aus den Xamien Dichtungen. Oder an Goethes Geständnis in Dichtung und Wahrheit, dass „jeder Mensch [...] am Ende doch seine eigene Religion (habe)“ und also „ich mir auch meine eigene bilden könne“[63].
Dieses Religionsverständnis muss beachtet werden, wenn Goethe sich mit dem persischen Dichter vergleicht und sich ihm als „Gleichgesinnten“ gegenüberstellt. Wie Falaki herausgestellt hat, gründet sich diese Gesinnung auch auf die mangelhafte Übersetzung des Orientalisten Hammer-Purgstall. Es ist jedoch anzunehmen, dass Goethe sich bewusst darüber hinweggesetzt hat, zugunsten seiner eigenen Dichtung. Der Vers „Und so gleich ich dir vollkommen“ geht Goethes Verständnis und Überzeugung voraus, die ganz nach dem Motto: „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“, verfährt.  Die Gleichgesinnung baut auf Parallelen im Lebenslauf und in der Weltsicht der Dichter auf, besonders auf dem Weg zu einem persönlichen Weg zu Gott in Leben und Dichtung.






Primärliteratur:

Hafis: Die Ghaselen des Hafis: Neu in deutsche Prosa übersetzt, mit Einleitung und Lesehilfen von Joachim Wohlleben. Würzburg 2004.

Hāfis: Der Diwan von Mohammed Schemsed-din Hafis. Hrsg. von Joseph von Hammer-Purgstall. Stuttgart 1812, S. 223.

Johann Wolfgang Goethe: West-östlicher Divan. Hrsg. von Hendrik Birus. 1 Bde. (ders.: Sämtliche Werke, Briefe, Tagebücher und Gespräche. 40 Bde. Hrsg. Von Hendrik Birus., Friedmar Apel, u.a Bd. 3/2). Berlin 2010.

Johann Wolfgang Goethe: West-östlicher Divan. Hrsg. von Hendrik Birus. 2 Bde. (ders.: Sämtliche Werke, Briefe, Tagebücher und Gespräche. 40 Bde. Hrsg. Von Hendrik Birus., Friedmar Apel, u.a Bd. 3/2). Berlin 2010.

Johann Wolfgang von Goethe: Dichtung und Wahrheit. Hrsg. von Klaus-Detlef Müller. (ders.: Goethe Werke. Jubiläumsausgabe. Hrsg. von Friedmar Apel, Hendrik Birus u.a. Bd. 5). Darmstadt 1998.

Johann Wolfgang von Goethe: Tag und Jahreshefte. Hrsg. von Karl Heinemann. (ders.: Goethes Werke. 16. Tag- und Jahreshefte. Werke. Hrsg. von Karl Heinemann). Leipzig 1905.



Sekundärliteratur:


Mahmood Falaki: Goethe und Hafis. Verstehen und Missverstehen in der Wechselbeziehung deutscher und persischer Kultur. Berlin 2013.

Richard H. Grützmacher: Die Religionen in der Anschauung Goethes. Baden-Baden 1950.

Hans-Georg Kemper: Goethe und Pietismus. Tübingen 2001.

Navid Kermani: Zwischen Koran und Kafka. West-östliche Erkundungen. 3 Auflage. München 2015.

Katharina Mommsen: “Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“. Goethe und die Weltkulturen. Göttingen 2012.

Katharina Mommsen: Goethe und die arabische Welt. 3 Auflage. Frankfurt am Main 2001.

Katharina Mommsen: Goethe und der Islam.  Frankfurt a.M. 2001.

Ursula Wertheim: Probleme von Lyrik und Prosa des “Probleme von Lyrik und Prosa des “West-östlichen Divans“. Berlin 1983.



Lexika:

Goethe-Lexikon. Hrsg. von Heinrich Schmidt. Leipzig 1912

Metzler-Goethe-Lexikon. Stuttgart 1999.




[1] Johann Wolfgang Goethe: West-östlicher Divan. Hrsg. von Hendrik Birus. Teilband 1. (ders.: Sämtliche Werke, Briefe, Tagebücher und Gespräche. 40 Bde. Hrsg. Von Hendrik Birus., Friedmar Apel u.a. Bd. 3/2). Berlin 2010.
[2] Ebd., S. 28.
[3] Bei dieser Darstellung wird zurückgegriffen auf die folgenden Arbeiten:
Katharina Mommsen: “Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“. Goethe und die Weltkulturen. Göttingen 2012.
Katharina Mommsen: Goethe und die arabische Welt. 3 Auflage. Frankfurt am Main 2001.
Mahmood Falaki: Goethe und Hafis. Verstehen und Missverstehen in der Wechselbeziehung deutscher und persischer Kultur. Berlin 2013.
Mahmood Falaki: Goethe und Hafis. Verstehen und Missverstehen in der Wechselbeziehung deutscher und persischer Kultur. Berlin 2013.
[4] Johann Wolfgang von Goethe: Tag und Jahreshefte. Hrsg. von Karl Heinemann. (ders.: Goethes Werke. 16. Tag- und Jahreshefte. Werke. Hrsg. von Karl Heinemann). Leipzig 1905. Zitiert nach: Goethe: West-östlicher Divan, S. 726.
[5] Ebd., S. 726.
[6] Ebd., S. 725.
[7] Goethe: West-östlicher Divan, S. 727.
[8] Goethe: West-östlicher Divan, S. 278.
[9] Goethe: West-östlicher Divan, S. 727.
[10] Dazu mehr im Kapitel: Goethes Hafis Bild.
[11] Goethe: West-östlicher Divan, S. 174.
[12] Arab. Hāfiz = Bewahrer. Siehe Goethe: West-östlicher Divan, S. 983.
[13] Siehe Mahmood Falaki: Goethe und Hafis, S. 63-69.
[14] Siehe Mahmood Falaki: Goethe und Hafis, S. 63-64.
[15] Ebd., S. 66.
[16] Ebd., S. 71.
[17] Siehe Ebd., S. 71ff. Ein Mystiker, der die irdischen Freuden genießen und nicht durch Askese den göttlichen Ursprung erreichen möchte.
[18] Hafis: Die Ghaselen des Hafis: Neu in deutsche Prosa übersetzt, mit Einleitung und Lesehilfen von Joachim Wohlleben. Würzburg 2004. Zitiert nach Falaki. Goethe und Hafis, S. 74.
[19] Falaki: Goethe und Hafis, S. 74.
[20] Siehe Falaki: Goethe und Hafis, S.72-73.
[21] Johann Wolfgang von Goethe: Dichtung und Wahrheit. Hrsg. Von Klaus-Detlef Müller. (ders.: Goethe Werke. Jubiläumsausgabe. Hrsg. von Friedmar Apel, Hendrik Birus u.a. Bd. 5). Darmstadt 1998, S. 571.
[22] In Bezug auf den Vers: „und so gleich ich dir vollkommen“, aus dem Gedicht Beyname.
[23] Mahmood Falaki wurde 1951 in Ramsar im Norden Persiens geboren. Er ist Schriftsteller und Dozent für persische Sprache und Literatur.
[24] Falaki: Goethe und Hafis, S. 201.
[25] Falaki: Goethe und Hafis, S. 204. Siehe Gedichtinterpretation Offenbar Geheimnis.
[26] Ebd., S. 205.
[27] Falaki: Goethe und Hafis, S. 220.
[28] Goethe: West-östlicher Divan, S. 28.
[29] Ebd., S. 32.
[30] Goethe: West-östlicher Divan, Bd. 2, S. 984.
[31] Ebd., S.28
[32] Ebd.
[33] Ebd.
[34] Ebd., S. 173.
[35] Hāfis: Der Diwan von Mohammed Schemsed-din Hafis. Hrsg. von Joseph von Hammer-Purgstall. Stuttgart 1812, S. 223.
[36] Goethe: West-östlicher Divan. S. 28.
[37] Ebd.
[38] Ebd.
[39] Ebd.
[40] Ebd.
[41] Ebd.
[42] Johann Wolfgang von Goethe: Dichtung und Wahrheit. Hrsg. Von Klaus-Detlef Müller. (ders.: Goethe Werke. Jubiläumsausgabe. Hrsg. von Friedmar Apel, Hendrik Birus u.a. Bd. 5). Darmstadt 1998, S. 248.
[43] In Bezug auf den Vers: „und so gleich ich dir vollkommen“, aus dem Gedicht Beiname.
[44] Goethe: West-östlicher Divan, S. 32. Bezeichnung für die islamischen Philologen und Hafis-Ausleger.
[45] Goethe: West-östlicher Divan, S. 12.
[46] Goethe: Dichtung und Wahrheit, S.122-123.
[47] Siehe Falaki: Goethe und Hafis, S. 71ff.
[48] Falaki: Goethe und Hafis, S. 222.
[49] Goethe: West-östlicher Divan, S. 32-33.
[50] Ebd., S. 32.
[51] Siehe Goethe West-östlicher Divan, S. 1017.
[52] Ebd.
[53] Goethe: West-östlicher Divan, S. 32-33.
[54] Goethe: West-östlicher Divan, S. 1018.
[55] Goethe: West-östlicher Divan, S. 33.
[56] Ebd.
[57] Ebd.
[58] Ebd., S. 228.
[59] Goethe:West-östlicher Divan, S. 28.
[60]Mommsen: “Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“, S. 60.
[61] Falaki. Goethe und Hafis, S. 220.
[62] Hafis: Die Ghaselen des Hafis: neu in deutsche Prosa übersetzt, mit Einleitung und Lesehilfen von Joachi Wohlleben. Würzburg 2004, S. 192.
[63] Johann Wolfgang von Goethe: Dichtung und Wahrheit. Hrsg. Von Klaus-Detlef Müller. (ders.: Goethe Werke. Jubiläumsausgabe. Hrsg. von Friedmar Apel, Hendrik Birus u.a. Bd. 5). Darmstadt 1998, S. 315.

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